Die überbetrieblichen Kurse (üK) sind ein zentraler Bestandteil der dualen Berufsbildung in der Schweiz. Sie ergänzen die praktische Ausbildung im Lehrbetrieb sowie den Unterricht an der Berufsfachschule.
Die üK vermitteln grundlegende berufliche Kompetenzen, die für die Ausübung eines Berufs notwendig sind. Sie sorgen dafür, dass alle Lernenden unabhängig vom Ausbildungsbetrieb einheitliche Basiskompetenzen erwerben. Dies gewährleistet eine vergleichbare Ausbildungsqualität in der ganzen Schweiz.
Die Inhalte der üK sind in den Bildungsverordnungen und Bildungsplänen der jeweiligen Berufe festgelegt. Typische Themenbereiche sind:
- Grundlegende berufliche Arbeitstechniken
- Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
- Fachtechnische Grundkenntnisse
- Qualitätssicherung und Umweltschutz
Je nach Beruf dauern die üK insgesamt zwischen 4 und 20 Kurstage, verteilt auf die ersten Ausbildungsjahre.
Die üK werden von den jeweiligen Organisationen der Arbeitswelt (OdA) organisiert. Diese arbeiten eng mit den Betrieben, Berufsfachschulen und weiteren Partnern zusammen. Die Kurse finden in zentralen Ausbildungszentren statt und werden von qualifizierten Fachpersonen geleitet.
Die üK spielen eine wichtige Rolle für die Qualität und Vergleichbarkeit der beruflichen Grundbildung. Sie:
- sichern eine einheitliche Grundausbildung,
- fördern die Berufsfähigkeit der Lernenden,
- ermöglichen den Austausch zwischen Lernenden aus verschiedenen Betrieben,
- entlasten insbesondere kleinere Ausbildungsbetriebe.

