Mobbing ist eine spezielle Konfliktform. Wenn ein Konflikt gelöst werden kann, normalisieren sich Beziehungen in der Regel wieder. Mobbing hingegen zielt darauf ab, jemanden auszuschliessen. Bei Mobbing wird eine Person direkt von einem/einer oder mehreren Arbeitkolleg/innen oder von Vorgesetzten angegriffen. Diese Angriffe passieren über einen längeren Zeitraum hinweg. Denk daran, dass betroffene Personen keine Verantwortung für das tragen, was ihnen widerfährt, und dass es keinerlei Grund gibt, sich zu schämen, wenn man um Hilfe bittet
Sprich wenn möglich die mobbende Person zuerst ruhig und sachlich auf den Konflikt an. Gebe zu verstehen, dass du das Verhalten nicht tolerierst. Wenn das nichts nützt, mache eine schriftliche Mitteilung mit einer Kopie an den/die Vorgesetzte/n. Führe Tagebuch über die Vorfälle und suche Unterstützung bei der Personalleitung. Kommst du nicht weiter, wende dich an deine Gewerkschaft oder an eine externe Beratungsstelle, zum Beispiel an eine Mobbingfachstelle.
Wichtig: Du musst dir keine körperliche Gewalt wie Schläge gefallen lassen. Solltest du einmal in eine solche Situation geraten, dann sprich mit deinen Eltern darüber oder wende dich an deine gesetzliche Vertretung, an eine Lehrperson, deine Gewerkschaft, ans Berufsbildungsamt oder auch an die Polizei. Wichtig ist: auf keinen Fall zurückschlagen !
Wichtig: Neben körperlicher Gewalt ist auch Diskriminierung aufgrund der Herkunft, des Geschlechts, der Lebensform oder Behinderung verboten (Diskriminierungsverbot, BV 8). Diskriminierung ist oft subtil. Es kann darum schwierig sein, zu identifizieren, ob eine Diskriminierung vorliegt oder nicht. Sprich in einem solchen Fall mit deiner Gewerkschaft oder wende dich direkt an eine Fach- oder Beratungsstelle, die auf den jeweiligen Bereich spezialisiert und sensibilisiert ist und dich kompetent beraten kann.

